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7. November 2011 • Hildesheimer Allgemeine Zeitung

MIT feiert sich und 96-Präsident Kind

Mittelstandsvereinigung besteht 40 Jahre in Hildesheim / Festredner gibt Einblicke in die Erfolgsstory Hannover 96

Hildesheim (tem).
40 Jahre besteht der Kreisverband Hildesheim der Mittelstandsvereinigung MIT. Grund genug für die rund 200 Mitglieder, diesen Geburtstag zu feiern. Mittelständler Matthias Mehler hatte die Halle 39 für 240 Gäste, unter ihnen Finanzminister Hartmut Möllring und Martin Novak vomBundesverband derMIT, in einwahres Schmuckkästchen verwandelt. Vorsitzender Peter Pfeiffer machte zu Beginn der Veranstaltung den Stellenwert des Mittelstandes für Deutschland deutlich. Dahinter stünden 99,7 Prozent aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, mit 65,9 Prozent aller Sozialversicherungspflichtigen, 38,3 Prozent aller erwirtschafteten Umsätze und 83 Prozent aller ausbildenden Unternehmen. Mittelständische Unternehmen seien geprägt durch die enge Verbindung von Eigentum, Leistung, unternehmerischer Haftung, Führung und unternehmerischem Risiko.

Die MIT bemühe sich mit allen Kräften, die Interessen der mittelständischen Unternehmen politisch darzustellen und durchzusetzen. Der Mittelstand habe eine enorme politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung, betonte Pfeiffer. Dennoch müsse er beim täglichen Einsatz für die Firmen und deren Mitarbeiter darauf achten, politisch wahrgenommen zu werden. Die Mittelstandsvereinigung versuche, diese Rolle einzunehmen und die Unternehmer zu gesellschaftlichem, politischem Engagement zu bewegen.

Als Musterbeispiel für eine "ganz hervorgehobene unternehmerische Persönlichkeit und einen sehr erfolgreichen Mittelständler" stellte der Vorsitzende Festredner Martin Kind vor, Chef der Kind- Hörgeräte-Gruppe mit rund 2000 Mitarbeitern und Zentralsitz in Großburgwedel sowie zugleich Vereinspräsident von Hannover 96. Pfeiffer: "Herr Kind ist das großartige Beispiel einer unternehmerischen Persönlichkeit, die den Kontakt mit der Öffentlichkeit und die Arbeit für die Gesellschaft nicht scheut." Was Mittelstand bedeutet und wie man ein Unternehmen erfolgreich führt, hätte Kind aus dem Effeff erläutern können, er konzentrierte sich aber in seinem Beitrag auf seine Arbeit als Präsident von Hannover 96.

Nur einmal ging er kurz auf sein Unternehmen ein. Für ihn sei es ein Glücksfall, sein Geschäft zusammen mit seinem Sohn erfolgreich, harmonisch, konfliktfrei, auf Augenhöhe und mit großer Freude führen zu können. Dieser Glücksfall ist Hannover 96 zugute gekommen. Kind schilderte den steinigen Weg der Roten von einem insolventen und fußballerisch schwach aufgestellten Dritte-Liga-Verein im Jahr 1997 zu einem heute wirtschaftlich gut aufgestellten, erstklassigen Verein mit einem schmucken Event-Stadion und einer Mannschaft mit guten sportlichen Perspektiven. Der starke Beifall nach dem Vortrag galt sowohl dem (unabgehobenen) Menschen Kind als auch seiner Leistung als Unternehmer und 96-Präsident.