OLDENBURG.
Finanzminister Hartmut Möllring führte am (heutigen) Montag Finanzpräsident Dieter Meyer im Rahmen einer Feierstunde als neuen Leiter der Steuerabteilung bei der Oberfinanzdirektion Niedersachsen ein. Meyer folgt als Leiter der Steuerabteilung Finanzpräsident Hayo Weber nach, der zeitgleich in den Ruhestand verabschiedet wurde. Minister Möllring wandte sich zunächst dem aus dem Amt scheidenden Finanzpräsidenten Weber zu: „Sie, Herr Weber, haben nun schon einen Monat hoffentlich erholsamen Urlaubs hinter sich. Aber eine so lange Zeit im Dienst der niedersächsischen Finanzverwaltung schüttelt man nicht in einem Monat ab. Dazu waren Sie bis zuletzt viel zu sehr mit Ihrem Amt verbunden.“
Weber war nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen und dem anschließenden Vorbereitungsdienst im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle 1975 in die niedersächsische Finanzverwaltung eingetreten. Nach einem Einsatz als Sachgebietsleiter beim größten niedersächsischen Finanzamt, dem Finanzamt Hannover-Nord wechselte er 1979 als Referent und späterer Referatsleiter für Organisation und Automation in der niedersächsischen Steuerverwaltung in das Niedersächsische Finanzministerium. Neben dem massiven Ausbau der EDV-Unterstützung in den Finanzämtern und der Neuorganisation der Steuerverwaltung war er hier für die genaue Personalbedarfsberechnung zuständig. 1996 wechselte Weber als Leiter der Steuerabteilung der Oberfinanzdirektion Hannover nach Oldenburg. Hier hatte er maßgeblichen Anteil an der Änderung der Organisationsform und der stetigen Steigerung der Dienstleistungsqualität der Behörde.
Daneben übte er die Dienst- und Fachaufsicht über 31 niedersächsische Finanzämter mit einem Personalbestand von rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. „In all den Jahren haben Sie Ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten immer zum Wohle Ihres Dienstherrn, Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Steuerbürgerinnen und Steuerbürger eingesetzt. Für Ihre wertvolle Arbeit und Ihr uneingeschränktes Engagement danke ich Ihnen sehr“, sagte Möllring. Mit den Worten „was für den einen Menschen das Ende eines langen, erfolgreichen Lebensabschnittes bedeutet, ist für einen anderen der Beginn eines neuen“ leitete der Minister auf den neuen Finanzpräsidenten Dieter Meyer über. Der gebürtiger Bremer Meyer hat in Bremerhaven die Schule besucht und dort auch das Abitur abgelegt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen und dem Vorbereitungsdienst beim Oberlandesgericht Celle nahm er den Dienst beim Finanzamt Göttingen auf. 1990 wechselte er als Referent für Verfassungsreform, Finanzverfassung und Vollzug des Länderfinanzausgleichs an das Niedersächsische Finanzministerium.
„Insbesondere im Jahr der Wiedervereinigung Deutschlands war das eine hoch spannende und finanzpolitisch eminent wichtige Aufgabe“, so Möllring. Ab 1998 war Meyer im Finanzministerium als Referatsleiter Finanzreferent des Landes Niedersachsen und zuständig für Angelegenheiten des Bundestages, des Bundesrates, der Finanzministerkonferenz sowie für Fragen des Bundeshaushaltes. Ab 2006 hatte er den Dienstposten des Abteilungsleiters für Steuern und Verwaltungsangelegenheiten im Niedersächsischen Finanzministerium inne. 2009 wechselte Meyer aus persönlichen Gründen zur Oberfinanzdirektion Hannover. Dort leitete er als Finanzpräsident die Besitz- und Verkehrsteuerabteilung und wirkte an der Weiterentwicklung der Oberfinanzdirektion zu einem zentralen Dienstleister Finanzen mit. Er war auch maßgeblich an der Eingliederung des Niedersächsischen Landesamtes für Bezüge und Versorgung sowie des Landesliegenschaftsfonds in die Oberfinanzdirektion beteiligt.
Mit der Übernahme des Amtes des Leiters der Steuerabteilung der zum 1. Januar 2010 neu gebildeten Oberfinanzdirektion Niedersachsen stellt sich Meyer neuen Herausforderungen. So wird die Organisation der Oberfinanzdirektion Niedersachsen fortzuführen sein. Dabei lässt die Bündelung zusammenhängender Aufgaben in den jeweiligen Abteilungen qualitative Synergieeffekte erwarten, die die Oberfinanzdirektion ihre Aufgaben als moderner Dienstleister noch effizienter und zielgerichteter erledigen lassen werden. Dazu der Minister: „Lieber Herr Meyer, Sie stellen sich in einer Zeit, in der sich die finanziellen Rahmenbedingungen dramatisch verschlechtert haben, einer anspruchsvollen und interessanten Aufgabe. Ihr im Bereich der Bundespolitik als Finanzreferent erworbenes Wissen wird sehr hilfreich dabei sein, die neue Aufgabe wie bisher sicher und zielorientiert zu erfüllen. Ich wünsche Ihnen für den neuen Abschnitt in Ihrem Berufsleben alles gute, viel Erfolg und uns weiterhin eine gute Zusammenarbeit.“