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29. Juni 2009 • Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Die Uni feiert mit echtem Filmstar

Veronica Ferres und 3000 Gäste auf der Domäne

Hildesheim (hei).
Die Sommerparty der Universität auf der Domäne Marienburg zieht immer mehr Menschen an. 3000 Besucher kamen zur „Mittsommernacht“ – deutlich mehr als im Vorjahr. Vor allem nach einem Gesicht drehen sich am Sonnabend viele Schlenderer um: Die Schauspielerin Veronica Ferres wird zum Star des Abends. Sie erscheint zusammen mit ihrem Lebenspartner Carsten Maschmeyer, Gründer des Finanzkonzerns AWD, Förderer der Universität und seit einigen Wochen deren Ehrendoktor. Für das Promi-Paar und weitere Stifter gab es vor dem offiziellen Start der Feier einen Stifterempfang.

Uni- Präsident Wolfgang- Uwe Friedrich und sein Baudezernent Thomas Hanold stellten in der Eishalle die Umbaupläne für die Domäne vor. „Es ist das letzte Mal, dass Sie diese Gebäude sehen“, stimmt Friedrich später auch die übrigen Gäste auf Veränderungen ein. Die Eishalle etwa, wo an diesem Abend noch Kabarett gespielt wird, macht einem neuen Theatergebäude Platz. Das mittelalterliche Hohe Haus hingegen werde künftig richtig zur Geltung kommen, verspricht Friedrich. Es sind vor allem die Bürger der Stadt, die die Party-Einladung der Uni annehmen. Doch je später es wird, desto mehr steigt auch der Anteil der Studenten.

„Wir lieben die Uni, deshalb sind wir so oft wie möglich hier“, sagt Gesa Kortekamp lachend. Sie studiert Philosophie/ Künste/Medien, ist also auch zum Studium auf der Domäne. Ihre Kommilitonin Franziska Brüggmann mag das Familiäre an der kleinen Universität – das merke man auch an solchen Partys. Doch je voller es am Abend wird, desto länger werden die Schlangen an den Bars und Imbissbuden. Quasi als Nachbar kam Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring mit seiner Frau, der Bundestagsabgeordneten Dr. Eva Möllring – die beiden wohnen seit einem halben Jahr in Marienburg. „Das wird hier jedes Jahr größer“, staunt sie, als an den Bierbänken im Park schon um 21 Uhr kaum noch ein Platz frei ist. Von der Bühne weht hawaiianische Musik, die Milltones lassen mit dem Bottleneck die Gitarre singen. Zu Hawaii passen auch die bunten Federketten, die überall zu sehen sind. Wer sie trägt, erzeugt bei sich Urlaubsstimmung und tut ein gutes Werk: Die Einnahmen fließen in den Sozialfonds, der für arme Studenten die Studiengebühren übernimmt.

Überall gibt es Musik: Auf der Hofbühne fetzen die Bläser der YalaYala Zootones Skajazz in die Nacht, später begeistern die Phrasenmäher mit deutschem Pop. Höhepunkt des Abends wird das Feuerwerk, das der Mäzen Arwed Löseke spendiert hat – Ehrendoktor der Universität Hildesheim auch er. Für die Studenten unter den Besuchern ist es mehr als ein schöner Abend. Sie nehmen auch ein Versprechen des Oberbürgermeisters mit: Kurt Machens kündigt an, sich persönlich mit dem Klingeltunnel zu befassen. Und er will sich dafür einsetzen, dass die Uni besser an den Bahnhof angebunden wird. „Die S-Bahnen und Fernzüge müssen besser mit den Bussen vertaktet werden“, verspricht er.