CLOPPENBURG.
„Der Neubau des Finanzamtes Cloppenburg hat vier Gewinner: Die am Bau beteiligten Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Steuerbürgerinnen und Steuerbürger und der Landeshaushalt“, sagte Finanzminister Hartmut Möllring bei der Einweihung des Finanzamtsneubaus heute in Cloppenburg und fuhr fort: „Ich freue mich darüber, mit Ihnen heute die Einweihung Ihres neuen Finanzamtes feiern zu können.“ Die an dem Bauvorhaben beteiligten 11 Architekten- und Ingenieurbüros sowie 23 Bau- und Handwerksbetriebe gehören zu den Gewinnern, weil sie die Aufträge erhalten haben. Von den insgesamt 34 verschiedenen Unternehmen, die an der Fertigstellung interdisziplinär mitgewirkt haben, kommen 75 Prozent aus Niedersachsen. Das unterstreicht die Leistungsfähigkeit niedersächsischer Unternehmen.
„Sie, verehrte Kolleginnen und Kollegen, gehören zu den Gewinnern, weil Sie jetzt moderne und ergonomisch richtige Arbeitsbedingungen vorfinden, denn das trägt entscheidend zur Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz bei“, sagte der Minister. Außerdem ermöglicht es der Finanzamtsneubau, alle 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Gebäude unterzubringen. Dadurch werden die Arbeitsprozesse deutlich verkürzt. Bisher waren sie auf fünf verschiedene Standorte verteilt. Für die Steuerbürgerinnen und Steuerbürger bringt der Neubau ebenfalls Vorteile, weil sie sich an einer modern ausgestatteten Infothek kompetent beraten lassen können und in dem Fall, dass weiterer Gesprächsbedarf besteht, jetzt alle Ansprechpartner unter einem Dach vorfinden.
„Der Landeshaushalt ist einer der Gewinner, weil die Gesamtkosten für den im Frühjahr 2008 begonnenen und am 2. Oktober 2009 fertiggestellten Neubau nur rund 9,8 Millionen Euro betragen und damit circa 400.000 Euro günstiger ausfallen als ursprünglich geplant. Das freut naturgemäß einen jeden Finanzminister“, so Möllring. Die Einsparungen entfallen ausschließlich auf die Bau- und Erschließungskosten, die sich auf Grund günstiger Ausschreibungsergebnisse gegenüber der ursprünglichen Planung verringert haben. Die Grundstückskosten mit 645.000 Euro und die Kosten für die erstmalige Einrichtung in Höhe von 587.000 Euro entsprechen der in der Planung veranschlagten Höhe. Über allen zu diesem Bauvorhaben entstandenen Entwürfen hat als Leitgedanke das sparsame, ökonomische und nachhaltige Bauen gestanden.
Die Architekten haben ein kompaktes Gebäude entworfen, das mit einer optimierten platzsparenden Aktenunterbringung und einer Infothek alle Voraussetzungen für eine moderne und kundenfreundliche Behörde bietet. Außerdem ist bei der Planung nicht nur auf eine wirtschaftliche Entwurfskonzeption und Bauweise geachtet worden. Architekten und Ingenieure haben auch die Betriebs- und Folgekosten im Visier gehabt: Mit einem voraussichtlichen Wärmeverbrauch von nur 49 Kilowattstunden wird das Gebäude den Niedrigenergiehausstandard erfüllen, so dass sich die Unterhaltungskosten auf einem niedrigen Niveau bewegen werden. „Für die pünktliche Fertigstellung des Neubaus und die Einhaltung beziehungsweise sogar Unterschreitung der Baukosten danke ich allen am Bau Beteiligten sehr. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Finanzamtes wünsche ich viel Freude bei ihrer Arbeit im neuen Dienstgebäude“, sagte Minister Möllring abschließend.